Stärkung der mündlichen Ausdrucksfähigkeit Jugendlicher: Robert Bosch Stiftung fördert Projekt der Akademie

Stärkung der mündlichen Ausdrucksfähigkeit Jugendlicher: Robert Bosch Stiftung fördert Projekt der Akademie

Das Vermögen, sprachlich zu kommunizieren und sich adäquat mündlich mitzuteilen, ist essentieller Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung wie der Selbstwirksamkeitserfahrung und Grundlage jeder sozialen Interaktion. In einer Zeit der Revolutionierung des zwischenmenschlichen Austauschs durch Digitalisierung und soziale Medien, der Konvergenz vielfältiger Migrationshistorien und Sprachen in der Gesellschaft sowie des um sich greifenden Populismus ist eine Stärkung der Kommunikationskompetenz, zumal jener von Kindern und Jugendlichen, von wesentlicher Bedeutung.
Das Projekt »Ich spreche / So bin ich« – Stark durch Sprache der Akademie für gesprochenes Wort, dessen Durchführung die Robert Bosch Stiftung ermöglicht, soll einem ganzheitlichen Ansatz folgend die verbale Ausdrucksfähigkeit von Jugendlichen entfalten helfen: Umgesetzt wird es – adressiert sind Schüler* im Alter von etwa 14 bis 17 Jahren – in einem Gymnasium und einer Gemeinschaftsschule. Angeleitet von künstlerisch wie pädagogisch ausgebildeten Mitgliedern des Sprecherensembles der Akademie lernen die Jugendlichen in Kleingruppen zunächst ihre eigene Stimme als variantenreiches und wirkungsvolles Artikulationsinstrument kennen, beispielsweise werden die Auswirkungen von Körperhaltung und Atmung erfahren. Im nächsten Schritt erkunden die Schüler anhand von Dichtung – deren Spannbreite von Erzählungen bis zu Songtexten reichen kann – neben dem Vortragen auch das achtsame Zuhören; sie können ihre Lesekompetenz stärken, ein Gespür für Rhythmus und Form entwickeln, Stimmungsnuancierungen sowie die Möglichkeit zum Perspektivwechsel im Medium der Literatur entdecken, im Austausch die Sensibilität für das Aufeinandereingehen und dadurch die Dialog- wie Diskussionsfähigkeit vertiefen. Inspiriert aus diesem Modul ist schließlich vorgesehen, dass die Schüler, unterstützt von den Workshop-Leitern, zu einem kreativen individuellen Sprachausdruck gelangen: frei und spielerisch-künstlerisch einen eigenen rhetorischen Weg beschreiten, indem sie Redebeiträge (unter Umständen zunächst schriftlich) konzipieren, welche die ästhetischen und semantischen Potenziale der Sprache erproben; diese Texte stellen die Jugendlichen sich gegenseitig vor und präsentieren sie auch vor Publikum.
Um eine nachhaltige und breite Wirksamkeit zu gewährleisten, werden im Rahmen des Projekts außerdem Schulungen für Lehrkräfte angeboten, welche diese nicht nur in ihrer eigenen Arbeit unterstützen, sondern auch helfen sollen, das den Schülern Vermittelte weiterzupflegen.
Das Programm ergänzt damit bereits bestehende Initiativen zur Lese- und Schreibförderung um den selten fokussierten Bereich der Oralität und trägt so zu einer umfassenden Stärkung der verbalen Ausdrucksfähigkeit bei.

*Es handelt sich hier wie in analogen Fällen dieses Texts um ein generisches Maskulinum.

200 Jahre West-östlicher Divan – West-östlicher Dialog heute

200 Jahre West-östlicher Divan – West-östlicher Dialog heute

Auch dieses Jahr veranstaltet die Akademie für gesprochenes Wort wieder einige Veranstaltungen in der Reihe »Das Literarische Portrait«. Zum Jubiläum von Goethes umfangreichstem Werk widmen wir uns dem Thema: 200 Jahre West-östlicher Divan – West-östlicher Dialog heute.
Alle Informationen und Termine finden sie hier.

Hegellesekreis: Was bisher geschah……

Hegellesekreis: Was bisher geschah……

Liebe HegelLesekreis-Interessierte,

mit regem Zuspruch konnten wir in die ersten beiden Sitzungen starten.
Es ist immer noch möglich dazuzukommen, denn wir haben uns Zeit gelassen, die Sprache Hegels und das philosophische Denken zu erfassen.

Grundlegend haben wir darüber gesprochen, was das Besondere an einer philosophischen Betrachtung eines Themas ist. Des Philosophen/der Philosophinnen Werkzeuge sind mindestens zwei:
1) Die Frage nach dem Wesen einer Sache; das WAS einer Sache.
2) Die Frage nach der Begründung eines Sachverhalts, der argumentative Aufbau, das WARUM sich etwas so und so verhält.
In den Vorlesungen über die Ästhetik widmet sich Hegel der Frage nach dem Wesen der Kunst, sprich: Was ist Kunst? Was ist eigentlich so besonders an diesen Dingen, die wir als Kunstwerke bezeichnen. Seine Überlegungen spitzen sich auf die These zu, dass Kunst das Scheinen der Idee sei. Was damit gemeint ist und warum Hegel zu dieser These kommt, dieses zu erklären war das Ziel seiner Vorlesungen.

Beim nächsten Treffen werden wir mit dem Kapitel »Das Kunstwerk als für den Sinn des Menschen dem Sinnlichen entnommen« beginnen.

Zum bisher gelesenen Text:

Nach einer Rechtfertigung, sich wissenschaftlich mit der Kunst zu beschäftigen
betrachtet Hegel das Phänomen der Kunst und grenzt sie ab zur ›schönen Kunst‹ (damit schließt er rein handwerklich/technisch hergestellte Dinge aus) und zieht auch eine Grenze zum ›Naturschönen‹. Die schöne Kunst stehe höher als das Naturschöne, denn sie ist ein aus dem Geiste geborenes Werk.
Um einen ersten Zugang zur Kunst zu erlangen, setzt Hegel bei den gewöhnlichen und alltäglichen Vorstellungen über die Kunst an.
Unser geläufiges Verständnis von Kunst beinhaltet drei Eigenschaften:
1) Kunstwerke sind Artefakte, d.h., nicht durch natürliche Prozesse entstanden, sondern durch menschliche Tätigkeit hervorgebracht.
2) Kunst ist für den Sinn des Menschen gemacht, d.h., für das sinnliche Erfahren und Wahrnehmen durch den Menschen.
3) Kunst ist sich selbst Zweck, d.h., sie folgt keinem höheren Nutzen, aber hat ein inhärentes Ziel.

Wie geht es weiter? – Kommen Sie dazu, wir freuen uns auf Sie.

Das Ensemble zu Gast bei den 36. Baden-Württembergischen Literaturtagen in Öhringen

Das Ensemble zu Gast bei den 36. Baden-Württembergischen Literaturtagen in Öhringen

Am 9. November fand die Abschlussveranstaltung der 36. Baden-Württembergischen Literaturtage in der historischen Turnhalle in Öhringen statt. Unter der künstlerischen Leitung von Prof. Angelika Luz von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und unter musikalischer Mitwirkung von Theresa Szorek (Sopran) und Tillmann Braun (Gitarre) brachten Schauspielerin und Sprecherin Elke Twiesselmann und unsere Ensemblemitglieder Dagmar Claus, Jule Hölzgen, Benjamin Stedler und Orlando Schenk ein literarisches Programm unter dem Titel »GrenzenLos!« auf die Bühne.

»Mal expressiv-energisch, mal verspielt-clownesk und mal sinnlich-verträumt: Die Künstler […] imponierten nicht nur mit scharfer Wortgewalt, geschliffener Artikulation und augenblicklicher Bühnenpräsenz – sondern lieferten in ihren szenischen Interpretationen auch den Beleg überzeugender Sprach- und Spielkunst ab.« – so Redakteur Christian Nick in in der Hohenloher Zeitung.

Das Ensemble zu Gast in der Kunsthalle Würth

Das Ensemble zu Gast in der Kunsthalle Würth

Wir freuen uns über die vielen Anfragen regionaler und überregionaler Firmen und Institutionen, die uns regelmäßig erreichen. Am 15.05. beispielsweise war unser Ensemble zu Gast in Schwäbisch Hall und gestaltete das Begleitprogramm »Ecoute! Stimmen aus Paris« zur Ausstellung »Von Henri Matisse bis Louise Bourgois« in der Kunsthalle Würth.

Rückblick: 12. Internationale Stuttgarter Stimmtage

Rückblick: 12. Internationale Stuttgarter Stimmtage

Von 1. bis 4. November 2018 fanden die Stimmtage 2018 unter dem Rahmenthema Das Phänomen Stimme: Emotionalität an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart statt. Die Internationalen Stuttgarter Stimmtage sind eine Veranstaltung der Akademie für gesprochenes Wort in Kooperation mit der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und der Oper Stuttgart.

Alle Informationen zu den vergangenen Stimmtagen finden Sie hier

Kultur für alle – Kontingent für Inhaber der Bonuscard + Kultur

Kultur für alle – Kontingent für Inhaber der Bonuscard + Kultur

Kulturelle Veranstaltungen sind Teil des gesellschaftlichen Lebens. Daran nicht teilnehmen zu können grenzt aus. Die Initiative Kultur für alle hat zum Ziel, Menschen mit wenig Geld die kostenfreie Teilnahme an Kulturveranstaltungen zu ermöglichen. Seit Januar 2010 profitieren jährlich über 65.000 StuttgarterInnen von diesem Angebot.

Die Akademie für gesprochenes Wort hat sich von Anfang an für diese Initiative der Stadt Stuttgart engagiert, auch bei uns sind grundsätzlich für jede Veranstaltung in der Regel zwei Karten für Berechtigte reserviert. Die Karten können in der Akademie vorbestellt und an der Tages-/ Abendkasse gegen Vorlage der Bonuscard + Kultur abgeholt werden. Dieser Sozialausweis steht beispielsweise Beziehern von Wohngeld, Kinderzuschlag oder Jugendhilfe zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Vereins.

Bibliothekskatalog der Akademie

Bibliothekskatalog der Akademie

Die Akademie verfügt mit ihrer Fachbibliothek und ihrem Schallarchiv über eine umfangreiche Sammlung, die zum Teil aus Nachlässen besteht und zahlreiche Kostbarkeiten und Raritäten birgt. Mit der erfolgten Katalogisierung ist es nun möglich, im Bestand der Akademie zu stöbern oder gezielt nach einem Werk zu suchen. Nutzen Sie unseren digitalen Katalog für Ihre Suche!

Im Bestand befindet sich u. a. der handschriftliche Nachlass des Sprachphilosophen Fritz Mauthner und seiner Frau Harriet Straub. Auch die wertvolle Bibliothek, Grafiken und zahlreiche Briefe und Schriftstellen und Handschriften aus dem Nachlass von Dr. Hubert Arbogast sowie der Nachlass von Prof. Dr. Dr. h.c. Marcus Bierich sind in das Archiv der Akademie übergegangen.

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