Prof. Dr. Wolfgang Eßbach

Gemeinsam Sprechen und Singen. Kultursoziologische Aspekte

Gemeinsam Sprechen und Singen. Kultursoziologische Aspekte

Samstag, 11. Oktober, 12h00, Kammermusiksaal

In vielen soziologischen Theorien spielt die sprachliche Kommunikation eine tragende Rolle. Dabei steht der Dialog im Zentrum. Menschen verständigen sich mit Hilfe sprachlicher Symbole über Bedeutungen von Dingen und Ereignissen. Sprechend tauschen sie ihre Erfahrungen aus. Das klappt um so besser je mehr sie einander zuhören und nicht gleichzeitig reden. Im Vergleich zu den reichen Erträgen, die die Erforschung sprachlicher Kommunikation vorzuweisen hat, ist das gemeinsame Sprechen kaum ins Blickfeld genommen und auch in der Musiksoziologie steht das Interesse an Hochformen musikalischen Schaffens oder auch an populärer Musik im Zentrum. Ausgehend von dieser Forschungslage in der Kultursoziologie sollen im Vortrag soziale Situationen im Alltag, beim Fest, beim Kult oder bei besonderen Anlässen vorgestellt werden, in denen gemeinsames Sprechen und Singen erlaubt, erwünscht oder geboten ist.


Wolfgang Eßbach lehrte Soziologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg i. Br. Er war Gründungspräsident der Helmuth-Plessner-Gesellschaft, langjähriger Sprecher der Sektion Kultursoziologie in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Mitbegründer des Frankreich-Zentrums und des Zentrums für Anthropologie und Gender Studies der Freiburger Universität. 2011/2012 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, 2012/2013 Co-Direktor der FRIAS School of History (Freiburg Institute for Advanced Studies). Er gehört zu den entschiedenen Kritikern des Bologna-Prozesses und ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Zeppelin Universität Friedrichshafen.

Zu seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten zählen: Kultursoziologie, Religionssoziologie, Anthropologie, Ideengeschichte und Soziologie der Intelligenz.

Zuletzt erschien 2011 im VS Verlag seine Monographie „Die Gesellschaft der Dinge, Menschen, Götter“. Im Herbst 2014 wird im Wilhelm Fink Verlag die Publikation „Religionssoziologie 1. Glaubenskrieg und Revolution als Wiege neuer Religionen“ erscheinen.

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