Mittwoch , 21. Oktober 2020 | 19h30, Akademie für gesprochenes Wort

DER GROSSINQUISITOR
Große Literatur aus Russland

DER GROSSINQUISITOR

Sevilla im 16. Jahrhundert. Soeben sind hundert Häretiker verbrannt worden, als Jesus Christus erscheint. Obwohl er kein Wort spricht, wird er von allen erkannt. Als ein totes Kind im Sarg in den Dom getragen wird und die trauernde Mutter sich flehend an Jesus wendet, erweckt er das Kind wieder zum Leben. Diese Szene wird von dem greisen Kardinal-Großinquisitor aus der Ferne beobachtet. Er befiehlt seinen Wachen, Jesus zu ergreifen. Vor der geplanten Hinrichtung des Gottessohnes besucht ihn der Inquisitor im Kerker.

Selten ist Philosophie so sehr in einem Roman verdichtet worden, wie in Dostojewskijs Brüder Karamasow, den Marcel Reich-Ranicki als den größten Roman bezeichnete, der je geschrieben wurde.

Es lesen Ramona Schmid, Marcel Krohn

Regie: Marcel Krohn