Dienstag , 05. November 2019 | 18h00, Württembergisches Landesmuseum

Das Privatleben des Augustus – ein Blick hinter die Kulissen des Prinzipats

Das Privatleben des Augustus – ein Blick hinter die Kulissen des Prinzipats

»…nun will ich über sein Leben im häuslichen und familiären Rahmen berichten, nach welchen Grundsätzen und unter welchen Verhältnissen er zu Hause und mit den Seinen von seiner Jugend bis zum letzten Tag seines Lebens gelebt hat.« (Sueton Divus Augustus 61)

Dem Adoptivsohn des nach seinem Tode vergöttlichten C. Iulius Caesar wurde am 16. Januar 27 v. Chr. vom Senat der Ehrenname Augustus, der Erhabene, verliehen. Unter jenem Namen ist er heute bekannt als der Begründer des Prinzipats und erster römischer Kaiser. Die Liste seiner – auch von ihm selbst verkündeten – Ruhmestaten als Feldherr, Wohltäter der Stadt Rom und der Provinzen, als Erneuerer der res publica und der römischen Sitten – ist so lange wie seine über 40jährige Herrschaftszeit. Auch Caius Suetonius Tranquillus, der um 70 n. Chr. geborene Autor der Kaiserviten, ist ein Verkünder des augusteischen Ruhmes. Sueton aber führt uns auch in die Hinterzimmer der Macht, gibt uns Einblicke in die »private« Welt des Augustus und befriedigt damit die heute wie damals vorhandene Neugier auf das Privatleben der Mächtigen. Anhand einiger Auszüge aus Suetons Augustus-Biographie soll der Frage nachgegangen werden, ob Augustus überhaupt ein »Privatleben« hatte und ob Sueton uns davon mehr berichtet als nur Gerüchte.

Vortrag: Christian Winkle ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Alte Geschichte der Universität Stuttgart. Sein Forschungsinteresse gilt der antiken Geschichte Italiens und der römischen Republik, der Sportgeschichte, der politischen Kultur, der Stimmforschung sowie der Umweltgeschichte. Im Herbst 2019 erscheint von ihm eine Monographie zum antiken Olympia im Reclam Verlag.

Lesung: Mitglieder des Sprecherensembles

Eintritt frei.

Eine Kooperation der Abteilung Alte Geschichte des Historischen Instituts der Universität Stuttgart, des Landesmuseums Württemberg und der Akademie für gesprochenes Wort.

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