Sonntag , 10. Juni 2018 | 10h30 - 13h30, Atelier am Bollwerk

Matinee im Atelier am Bollwerk
Hölderlin im Film II

Der Film Scardanelli rekonstruiert aus allen verfügbaren Perspektiven die zweite Lebenshälfte des Dichters Friedrich Hölderlin. Kein Satz in diesem Film ist erfunden, alle Szenen, Dialoge und Zeugenaussagen beruhen auf den überlieferten Berichten.

Friedrich Hölderlin wird in der Tübinger Klinik des Doktor Authenried interniert und sieben Monate später, als unheilbar und mit einer Lebenserwartung von drei Jahren, dem Schreinermeister Ernst Zimmer zur Pflege übergeben. In dessen Handwerkerhaus lebt der Dichter weitere 36 Jahre, betreut von der Tochter Lotte Zimmer in dem kleinen Turmzimmer am Neckar, klavierspielend, zeichnend, weiterdichtend.

In der Hölderlin-Triolgie, Scardanelli ist der 3. Teil, hat Harald Bergmann auf unterschiedliche Weise versucht, Literatur in Film umzusetzen. Nicht vorrangig die Biographie Hölderlins stand dabei im Vordergrund, sondern tatsächlich das Werk: Wie kann man poetische Sprache und die Erfahrung, die man beim Lesen macht, im Medium Film darstellen?

Diese Veranstaltung ist Teil der Hölderlin-Tage vom 3. bis 10. Juni 2018.

Tickets über das Atelier am Bollwerk

Biografische Notiz:
HARALD BERGMANN studierte Literatur und Philosophie in München sowie Film an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und am California Institute of Arts in Los Angeles. Für seine Werke erhielt er den „Grimme-Preis“, den „Innovationspreis der deutschen Filmkritik“, den „Preis der Autoren und den „Niedersächsischen Medienpreis“. Zudem gewann er mit seiner Hölderlin Triologie den „Hölderlin-Preis“ der Stadt und Universität Tübingen. www.bergmannfilm.de

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