Freitag , 08. Juni 2018 | 20h00 - 22h00, Akademie für gesprochenes Wort, Haußmannstr. 22, 70188 Stuttgart (2.OG / Ungarisches Kulturinstitut)

LautMalen
»Dass die Natur ergänzt das Bild der Zeiten …« Eine persönliche Reise auf den Spuren des visionären Hölderlins

Wort: Hans Kremer
Bild: Isabelle Krötsch
Musik: Jochen Neurath

Hölderlin wählt einen Weg, der seinen Ahnungen verdichtend Raum gibt. Mit seinen poetischen wie ganzheitlich betrachtet politischen Texten blieb er weitestgehend unverstanden und lädt uns ein, unser mythologisches Unterscheidungsvermögen zu schärfen und gleichzeitig die Musik der Weisheit, dessen Gefäß er war, zu genießen.
In einer persönlichen Auswahl an Fragmenten seines All umfassenden Werkes zeichnen Hans Kremer und Isabelle Krötsch mit ›HölderlinLeben‹ eine Reise in die inneren Gemächer dieser tief ins Sein eingreifenden Dichtungen.

Das Format ›LautMalen‹ ermöglicht durch das ineinander schwingen von Wort und Bild, poetischem Vortrag und reflektierenden Gedankenstrom, eine sinnliche Werkstatt des Denkens. Den polyphonen Tönen Hölderlins folgt das Duo Kremer I Krötsch als nie obsolete Hommage an diesen visionären Dichter, Spaziergänger der Sprache und revolutionären Denker, der mit seiner Arbeitsweise Inspiration für Künstler und Wissenschaftler bis in die heutige Zeit bleibt.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung und den Künstlern finden Sie hier.

Diese Veranstaltung ist Teil der Hölderlin-Tage vom 3. bis 10. Juni 2018.

Biografische Notizen der Mitwirkenden:
HANS KREMER ist Schauspieler und seit der Spielzeit 2015/2016 Ensemble-Mitglied am Schauspielhaus Zürich. In seiner 40-jährigen Theaterlaufbahn arbeitete er u.a. mit Regisseuren wie George Tabori, Ruth Berghaus, Yoshi Oida, Jürgen Gosch, Jossi Wieler, Robert Wilson, Johan Simons, Luk Perceval, Thomas Ostermaier, vorwiegend an den Münchner Kammerspielen und am Thalia Theater Hamburg. Diverse Rollen in Kino- und Fernsehfilmen, so etwa in Reinhard Hauffs Spielfilm „Stammheim“ (1986), der mit dem Goldenen Bären prämiert wurde.

ISABELLE KRÖTSCH ist bildende Künstlerin, Live-Zeichnerin und Regisseurin. Sie arbeitete nach ihrem Studium an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Jürgen Rose zunächst vorwiegend als Bühnen- und Kostümbildnerin, u.a. am Theater Basel und Lübeck, an den Münchner Opernfestspielen, am Deutschen Theater Göttingen, dem Staatstheater Stuttgart und Kassel. Seit 2008 verlagerte sich ihr Schwerpunkt auf die bildende Kunst sowie experimentelle transdisziplinäre Recherche und eigene szenische Arbeiten. 2013 gründete sie den Kunst-Salon FREIES.FELD, aus dem zahlreiche Projekte hervorgingen. 2015 kam ihr Filmregiedebut BÜCHNER.LENZ.LEBEN in Deutschland ins Kino.

JOCHEN NEURATH, Jahrgang 1968, Kompositionsstudium in Berlin und Hamburg. Seitdem als freischaffender Komponist, Arrangeur und Musiker tätig. „Composer in Residence“ der Staatsoper Hannover, u.a. Schauspielmusik zu Nicolas Stemanns „Orestie“- Inszenierung am Schauspiel Hannover (2001–2006). Er arbeitete mit und für Christoph Marthaler und Anna Viebrock (2003). 2007 entstand die Kammerorchesterfassung von Bachs „Kunst der Fuge“ für die Sinfonietta Leipzig. 2014 „Gefrorene Träume“ in der Kilianskirche Heilbronn. 2015 „Missa Sine Domine“ in der Kunsthalle Zürich. 2017 Alban Berg, „Lulu“ III. Akt für die Staatsoper Hamburg, sowie 2017 „Stimmen der Nacht“ in Zürich und Heilbronn. Weitere Werke: Lieder, Orchester-, Kammermusik- und Chorwerke, sowie auf bestimmte Räume, Umstände und Personen zugeschnittene Performance-Kompositionen.

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