Dienstag , 13. Dezember 2016 | 18h00, Altes Schloss, Landesmuseum Württemberg

Ehrgeiz und Verschwendung brauchen eine Bühne
Luxus und Repräsentation in Rom

Ulrike Möller, Dr. Holger Dietrich

Ehrgeiz und Verschwendung brauchen eine Bühne (Seneca)

Geradezu sprichwörtlich geworden ist die römische ›Dekadenz‹. Bereits in der Antike wurde der Dekadenzbegriff als Erklärungsmuster für gesellschaftlichen Niedergang ins Feld geführt. Die Dekadenz der Römer soll sogar am Untergang des römischen Reiches eine nicht unerhebliche Mitschuld getragen haben. Gleichzeitig war das, was wir oft als dekadent empfinden, Ausdruck eines urbanen Lebensstils, der für die römische Gesellschaft kennzeichnend war. Die oft überzeichneten Schilderungen wie bei Petronius verschleiern die eigentliche Funktion öffentlicher Zurschaustellung von Reichtum. Der Vortrag wirft anhand aussagekräftiger Quellen ein Licht darauf, welche Stellung Luxus in der römischen Antike hatte und welche Ausdrucksformen nachweisbar sind. Auch bereits in der Antike geäußerte Kritik am »süßen Leben« wird thematisiert.

Dr. Holger Dietrich ist Lehrer am Schulzentrum Rudersberg und Lehrbeauftragter für das Fach Alte Geschichte an der Universität Stuttgart. Seine Forschungsinteressen umfassen das frühe Christentum, die städtische Kultur der römischen Kaiserzeit sowie die römische Geschichte Südwestdeutschlands.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Historischen Institut der Universität Stuttgart und dem Landesmuseum Württemberg.

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