2021

(Foto: (c) Hannes Keller Produktion)

Lange Zeit gab es keine gesicherten Erkenntnisse, wieviele Opfer am 26.04.1942 aus Stuttgart deportiert wurden. Bei Errichtung der Gedenkstätte ging man entsprechend der Ergebnisse des Projekts über “die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Baden-Baden Württemberg 1933–1945” und der Recherchen von Beate Müller von etwa 270 Deportierten aus. Hier handelte es sich allerdings allein um die Opfer aus Württemberg-Hohenzollern. Später war die Rede von über 600, ja etwa 1000 Opfer. Erst die umfangreiche wissenschaft-liche Arbeit von Dr. Steffen Hänschen „Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust“ brachte Klarheit: 441 Opfer wurden deportiert

Mitwirkende:
Andreas Keller (Zeichen der Erinnerung e.V.)
Prof. Dr. Roland Müller (Direktor des Stadtarchivs Stuttgart)
Muhterem Aras (Präsidentin des Landtages von Baden-Württemberg)
Michael Kashi (IRGW)
Wilma Heuken, Akkordeon (Initiative “Stolperkunst” des Hotel Silber)
Jule Hölzgen, Orlando Schenk und Ramon Schmid (Mitglieder des Sprecherensembles der Akademie für gesprochenes Wort)
Kantor Nathan Goldman (IRGW)

Hier können Sie die Veranstaltung ansehen:

2021

Lange Zeit gab es keine gesicherten Erkenntnisse, wieviele Opfer am 26.04.1942 aus Stuttgart deportiert wurden. Bei Errichtung der Gedenkstätte ging man entsprechend der Ergebnisse des Projekts über “die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Baden-Baden Württemberg 1933–1945” und der Recherchen von Beate Müller von etwa 270 Deportierten aus. Hier handelte es sich allerdings allein um die Opfer aus Württemberg-Hohenzollern. Später war die Rede von über 600, ja etwa 1000 Opfer. Erst die umfangreiche wissenschaft-liche Arbeit von Dr. Steffen Hänschen „Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust“ brachte Klarheit: 441 Opfer wurden deportiert

Mitwirkende:
Andreas Keller (Zeichen der Erinnerung e.V.)
Prof. Dr. Roland Müller (Direktor des Stadtarchivs Stuttgart)
Muhterem Aras (Präsidentin des Landtages von Baden-Württemberg)
Michael Kashi (IRGW)
Wilma Heuken, Akkordeon (Initiative “Stolperkunst” des Hotel Silber)
Jule Hölzgen, Orlando Schenk und Ramon Schmid (Mitglieder des Sprecherensembles der Akademie für gesprochenes Wort)
Kantor Nathan Goldman (IRGW)

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Kultur trotz Corona

Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte

Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte ist beinahe 200 Jahre alt, hat aber auch heute noch starke emotionale Wirkkraft. Orlando Schenk und Marcel Krohn haben die Geschichte in einer gekürzten Fassung in den Räumlichkeiten der Akademie-Bibliothek gelesen. Wir präsentieren Ihnen das Video verbunden mit allen guten Wünschen für das Weihnachtsfest und den Start ins neue Jahr.

Aufnahme und Schnitt: Hannes Keller

Hashtag Metamorphose

Hashtag Metamorphose
(Foto: (c) Landesmuseum Württemberg)

Hier geht was! – Tanz, Theater, Kunstinstallation, Performance

Ein Projekt des Landesmuseums Württemberg mit der Akademie für gesprochenes Wort und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

Von August 2019 bis Juni 2020 präsentieren sechs einzigartige Kooperationspartner im Landesmuseum Württemberg abwechslungsreiche und teils ungewöhnliche Veranstaltungen für Kulturgenießer, experimentierfreudige Neulinge und Familien. Die Sonderausstellungsfläche im 3. OG des Alten Schlosses wird dabei zur 600m² großen Aufführungsbühne für Tanz, Theater, Kunstinstallationen und Performances. Denn schon während der großen Umbauphase des Foyers des Landesmuseums soll das Museum ein Erlebnisort mit den verschiedensten Veranstaltungsformaten sein.

Aus vielen Bewerbungen zur Bespielung der Ausstellungsfläche wurde das Programm »Hashtag Metamorphose« zur Umsetzung ausgewählt.
Das Sprecherensemble der Akademie und Studierende der HMDK Stuttgart setzen sich in »Hashtag Metamorphose« mit kraftvollen Emotionen wie Verwirrung, Schmerz, Wut und Ablehnung, ausgehend von Texten der britischen Rapperin und Lyrikerin Kate Tempest, Jahrgang 1985, auseinander. Sie wird von vielen Kritikern als Stimme ihrer Generation bezeichnet. Ihre dichten und eindringlichen Texte voller Wut und Leidenschaft spannen anhand der Transgender-Thematik einen Bogen zwischen antiker Mythologie und Gegenwartsliteratur. Erkunden Sie mit dem Ensemble der Akademie und Studierenden der HMDK Stuttgart die stimmlichen, literarischen, musikalischen und emotionalen Dimensionen innerhalb dieses Kosmos der Metamorphose.

Aufgrund des Coronavirus und den Verordnungen von Land und Bund wird diese Veranstaltung auf 2021 verschoben.

2019

»GrenzenLos!«

»GrenzenLos!«
© Stefan Weigand

Am 9. November fand die Abschlussveranstaltung der 36. Baden-Württembergischen Literaturtage in der historischen Turnhalle in Öhringen statt. Unter der künstlerischen Leitung von Prof. Angelika Luz von der HMDK Stuttgart und unter musikalischer Mitwirkung von Theresa Szorek (Sopran) und Tillmann Braun (Gitarre) brachten Schauspielerin und Sprecherin Elke Twiesselmann und unsere Ensemblemitglieder Dagmar Claus, Jule Hölzgen, Benjamin Stedler und Orlando Schenk ein literarisches Programm unter dem Titel »GrenzenLos!« auf die Bühne.

Der 9. November ist ein Schicksalstag. 1989 fiel die Mauer und öffnete die Grenze zur Wiedervereinigung Deutschlands. 1938 brannten in der mörderischen Überschreitung von Grenzen jüdische Geschäfte und Synagogen während der Reichspogromnacht.
Das Sprecherensemble der Akademie für gesprochenes Wort hat zu diesem Anlass ein besonderes Programm für Öhringen und seine Alte Turnhalle als Aufführungsort erarbeitet. In der Lyrik von Hilde Domin erfahren wir von dem Wunsch nach einer Grenze als Behausung, Friedrich Hölderlins Der Abschied oder die Ballade vom preussischen Ikarus des Liedermachers Wolf Biermann hingegen stehen für die schmerzliche Erfahrung geschlossener Grenzen. Mit Werken von Erich Kästner, Ernst Jandl oder J.W. von Goethe erzählen Poesie und Musik – den Mythos des Ikarus umkreisend – im letzten Teil des gut einstündigen Abends von der Hoffnung der Menschen, Grenzen zu überwinden.

Im Miteinander von Literatur und Musik bildet sich der Rhythmus dieses Programms mit seinen vielen Facetten. Gregorianischer Gesang, melancholische Lautenlieder von John Dowland, kabarettistische Tierverse von Paul Dessau und eine hochvirtuose Comicpartitur von Cathy Berberian lassen die emotionale Bandbreite erahnen.

»Mal expressiv-energisch, mal verspielt-clownesk und mal sinnlich-verträumt: Die Künstler […] imponierten nicht nur mit scharfer Wortgewalt, geschliffener Artikulation und augenblicklicher Bühnenpräsenz – sondern lieferten in ihren szenischen Interpretationen auch den Beleg überzeugender Sprach- und Spielkunst ab.« – so Redakteur Christian Nick in in der Hohenloher Zeitung.

2019

»Ecoute! Stimmen aus Paris«

»Ecoute! Stimmen aus Paris«
v.l.n.r. Orlando Schenk (Sprecher), Bernd Schmitt (Regie), Benjamin Stedler, Dagmar Claus, Jule Hölzgen, Maren Ulrich (SprecherInnen) und Peter Goller (Pianist).

Das Ensemble zu Gast in der Kunsthalle Würth

Am 15.05. war unser Ensemble zu Gast in Schwäbisch Hall und gestaltete das Begleitprogramm »Ecoute! Stimmen aus Paris« zur Ausstellung »Von Henri Matisse bis Louise Bourgois« in der Kunsthalle Würth.

Wenn du das Glück hattest, als junger Mensch in Paris gewesen zu sein,
dann trägst du die Stadt für den Rest deines Lebens in dir.
Hemingway

Paris, die Kapitale der Avantgarde, wirkte und wirkt wie ein Magnet auf Künstler aus Frankreich und aller Welt. Waren sie nicht zufällig schon dort geboren wie z. B. Simone de Beauvoir, so zog es sie alle irgendwann in diese Stadt. Matisse, Duchamp, Léger aus Frankreich, Pablo Picasso aus Spanien, Natalija Gontscharowa aus Russland, Max Ernst aus Deutschland und Tausende mehr. Und nicht nur Maler, auch Schriftsteller, Musiker, Schauspieler, Tänzer. Paris wurde zu einer vielstimmigen Metropole. Jeder sprach mit jedem, man telefonierte, Briefe wurden in die Welt gesandt, Manifeste verfasst und verlesen, Dramen ersonnen und ihre Worte auf den Bühnen der Stadt der Menschheit entgegengeschleudert. Und all dies veränderte den Blick der Menschen auf die Welt und veränderte die Welt selbst.
Das Sprecherensemble als vielstimmiger internationaler Chor lässt vor unserem inneren Auge das Bild einer Stadt entstehen, die wie kaum eine andere für den Aufbruch in die Moderne steht.

Rückblick 2017

Hörzeit | »Küsse, Bisse, ... wer recht von Herzen liebt...«

Hörzeit | »Küsse, Bisse, ... wer recht von Herzen liebt...«

Mit Dagmar Claus und Frank Streichfuss
Musik: Andreas Geyer

Haben Sie heute schon geküsst? Entdecken Sie Ihren literarischen Lieblingskuss in einer Hörzeit, die sich ganz dem hingebungsvollen Moment des Kusses und seiner literarischen Feier widmet. Aber nicht nur wie man richtig küsst, gar geküsst werden will, auch was Küsse in der Literatur wie im Leben nicht alles vermögen, war zu hören. Unsere Oskulologie ist keine trockene Wissenschaft, wir lauschten, fühlten, staunten, was ein Kuss dem anderen gibt und nähern uns poetisch dort, wo es näher nicht mehr geht.

»Küsst ich ihn tot?« fragt besorgt Penthesilea in Kleists gleichnamigem Drama: Gehen Sie kein Risiko ein und lernen Sie mit uns die Kunst des Küssens – nicht nur Liebenden empfohlen – aus hunderten von Jahren kennen.

Hörzeit | Bitte: Schön!

Hörzeit | Bitte: Schön!

Mit Anja Rambow und Ulrike Möller

Was haben mit Seife vermischtes pulverisiertes Nachtigallenexkrement und eine Python gemeinsam? Es sind die Zutaten für bizarre Rituale im Dienste der Schönheit.

»Zu allen Zeiten und auf allen Kontinenten strebten die Menschen Schönheit, versuchten etwas von diesem strahlenden Glanz einzufangen. Vergeblich… Ein Zauber, der nicht greifbar ist… Sobald man versucht, ihn zu fassen, entzieht oder verflüchtigt er sich.«

In unserem Programm wollten wir dennoch den unmöglichen Versuch wagen, dem Phänomen ›Schönheit‹ auf die Spur zu kommen, um vielleicht doch jenes ›je ne sais quoi‹ ihres Zaubers zu erhaschen. Eine heitere, nachdenkliche, verblüffende Reise durch die Literatur.

Sie konnten ein buntes Kaleidoskop aus Lyrik, Erzählungen, szenischen Dialogen, Collagen… erleben – ein Programm so vielfältig wie das Thema selbst, denn:

»Die Schönheit [aber] ist frei und strahlend in ihren unendlich vielen Ausdrucksformen und lässt sich nicht auf irgendeine Norm reduzieren. Jeder Versuch, diese Vielfalt auf ein einziges allgemeingültiges ›Ideal‹ zurechtzustutzen, droht, ihr den Glanz zu nehmen, wenn nicht gar sie für immer zu ersticken.«
(Michèle Didou-Manent, Tran Ky, Hervé Robert: Dick oder dünn? Körperkult im Wandel der Zeit.)

Hörzeit | »...den Tod für uns zerbrochen, den Himmel aufgeschlossen...« - Frauen in der Reformation

Hörzeit | »...den Tod für uns zerbrochen, den Himmel aufgeschlossen...« - Frauen in der Reformation

Mit Dagmar Claus, Florian Esche, Elissa Taggert und Maren Ulrich
Klavier: Michael Lieb

Sitte und Gesellschaft, Tod und Teufel, Ehe und Geburt bestimmten das Leben der Frauen zur Reformationszeit. Manche Quelle gibt es über die Frauen der Reformationszeit, von ihnen selbst hingegen sind wenige Zeugnisse überliefert. Wir ließen die Lebensgeschichten dieser Frauen erzählend aufleben und näherten uns anhand zeitenübergreifender Lyrik der mutmaßlichen Wirklichkeit des Lebens an. Was hat sich verändert, was ist vertraut, was scheint mittlerweile fremd?

Mit dem Ensemble der Akademie für gesprochenes Wort konnten Sie sich auf eine literarisch-musikalische Zeitreise begeben und mit uns einen ungewöhnlichen Blick auf die Zeit der Reformation aus der Perspektive der Frauen werfen.

Rückblick 2016

»Akupunktur für die Stadt?« Literatur statt Lärm, hören statt hasten

»Akupunktur für die Stadt?« Literatur statt Lärm, hören statt hasten

Vom 6. bis 16. September 2016 lief das Projekt »Parklets für Stuttgart« als Realexperiment
im Rahmen eines Entwurfs- und Forschungsproekts in Zusammenarbeit mit dem Städtebau-Institut, dem Reallabor für Nachhaltige Mobilitätskultur der Uni Stuttgart und der Stadt Stuttgart .
15 Audiodateien konnten über einen QR Code am Parklet abgerufen werden. Sie konnten Texte von Walter Benjamin, Otto Julius Bierbaum, Robert Musil und anderen hören.
Glück und Leid des urbanen und mobilen Menschen sind Thema der ausgewählten Hör-Literatur.

Sprecher: Florian Ahlborn, Dagmar Claus, Oliver Dermann

Großstadtrauschen - Das Sprecherensemble in Brüssel

Das Sprecherensemble der Akademie für gesprochenes Wort war zu Gast im Rahmen der Buchwochen in der baden-württembergischen Landesvertretung in Brüssel vom 13. April bis 13. Mai 2016. Hören Sie hier Audiomitschnitte der Veranstaltung.

Ein literarisch-musikalischer Streifzug durch die Metropolen Europas: pulsierend und stets wach, begeistern, beflügeln, bestürzen, bedrücken und beschlagnahmen uns diese Herzen der Welt. Bunt und belebt können sie trotzdem trist sein und Einsamkeit hervorrufen. Elisa Taggert, Maren Ulrich und Felix Heller pendeln in Wort und Ton zwischen Istanbul und Amsterdam, zwischen Berlin und Rom – begleitet von Michael Lieb am Klavier.

Die Lustigen von Weimar – Johann Wolfgang von Goethe:

Aus Berlin – Zweiter Brief – Reisebilder – Heinrich Heine

Istanbul – Nat Simon & Jimmy Kennedy & Hans Bradtke

Eine Kleine Stadt – Reinhard Lakomy

Rückblick 2015

Deutscher Evangelischer Kirchentag Stuttgart, 2015

Deutscher Evangelischer Kirchentag Stuttgart, 2015

Foto: Martin Windhab

Das Sprecherensemble hat am Eröffnungsgottesdienst des Deutschen Evangelischen Kirchentages am 3. Juni 2015 auf dem Stuttgarter Schlossplatz mitgewirkt.

Die Mitglieder trugen wichtige Passagen aus dem Psalm 90 sowie weitere Bibelverse vor, die den Psalm kommentieren, dessen 12. Vers zugleich das Motto des Kirchentags war: »Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden«.

Impressionen

(Fotos: Martin Windhab)

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»Elektrische Wellen fließen durch die blonde Nacht ...«, 2015

»Elektrische Wellen fließen durch die blonde Nacht ...«, 2015

Foto: Ufuk Arslan, Schwäbisch Hall

Im Rahmen der Ausstellung »Moderne Zeiten. Eine Ausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin. Die Nationalgalerie zu Gast in Schwäbisch Hall« (vom 23. Mai 2014 bis 1. Mai 2015)

Das Sprecherensemble verwebt die Stimmenvielfalt der »Roaring Twenties« – den aufregenden, experimentierfreudigen, Grenzen sprengenden und entfesselten Zeiten zwischen den Kriegen – zu einem kaleidoskopischen Sprachteppich!

Impressionen

(Fotos: Ufuk Arslan, Schwäbisch Hall)

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