Büchner.Lenz.Leben

Ein Film von Isabelle Krötsch

Am 19. Februar, dem Todestag von Georg Büchner, kam eine zeitlose Hommage an die Dichtung ins Stuttgarter atelier am bollwerk, eine Würdigung der Autoren J.M.R. Lenz und G. Büchner.

BÜCHNER.LENZ.LEBEN ist eine andere Art der Literaturverfilmung, die Textvorlage, Bild und Inszenierung feinsinnig miteinander verwebt. Büchners Lenz bekommt den notwendigen Raum zum Sprechen, über Ausgrenzung und Flucht, über Zerrissenheit als Bestandteil unserer Innenwelt. Sie öffnet sich uns vor dem unerschrockenen Kameraauge und durch eine mutige Dramaturgie. Die Sprache wird selbst zum Akteur.
Hans Kremer lebt die Figur Lenz vor der Kamera, als Büchner – erfahrener Theater- und Filmschauspieler hat er im Laufe seiner Karriere dessen Texte quasi einverleibt. An den Originalschauplätzen des Novellen-Fragments in den Vogesen begibt er sich mit der Regisseurin Isabelle Krötsch als Spaziergänger der Sprache auf eine Spurensuche. BÜCHNER.LENZ.LEBEN ist ein cinéastisches Experiment, das den Zuschauer mitnimmt in die Innenwelten eines unsterblichen Textes, in ein »Wechselbad der Identifikation. « (Pravu Mazumdar)

Die Filmemacherin Isabelle Krötsch und der Hauptdarsteller Hans Kremer waren anwesend und standen im Anschluss an die Vorführung für ein Gespräch über ihren Film zur Verfügung.

Sprache und Film

Ulmer Dramaturgien – Filme aus dem Institut für Filmgestaltung Ulm

An drei Abenden zeigte die Akademie Filme des Autorenteams Maximiliane Mainka und Peter Schubert, Absolventen des von Alexander Kluge und Edgar Reitz geleiteten Instituts für Filmgestaltung an der berühmten Ulmer Hochschule für Gestaltung.

Die jungen Autorenfilmer befreiten sich damals von der traditionellen Filmerzählung, erprobten assoziative Erzählweisen im Film und forderten in bis dahin nicht gekannter Weise die Zuschauer. Ihre Themen fanden Mainka/Schubert vor der Haustür: das traditionelle und das moderne Schwaben und – vor allem – das große Experiment Ulmer Hochschule für Gestaltung.

Die Regisseure waren anwesend unddiskutierten mit dem Publikum. Dr. Kay Hoffmann, wissenschaftlicher Leiter im Haus des Dokumentarfilms, fürhte in die Filme ein.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Filmakademie Baden-Württemberg und dem Haus des Dokumentarfilms – Europäisches Medienforum Stuttgart e.V. statt.

Mittwoch, 12. Oktober 2016, 19h30
»Klarem Himmel und lachendem Herrn ist nicht zu trauen«

Mittwoch, 23. November 2016, 19h30
»experiment mit zeitzünder« und »Designlegende HfG«
Die beiden Filme über die Gründungsgeschichte der Hochschule für Gestaltung Ulm und über die Wirkungsgeschichte der Ulmer Schule bilden eine Spurensuche, zwanzig Jahre nach ihrer Schließung.

Donnerstag, 15. Dezember 2016, 19h30
»Miniaturen« und »Ende einer Maßnahme – das kleine Geld des deutschen Films«
Den Abschluss der Reihe SPRACHE UND FILM zum Thema »Anschauung und Begriff. Sprache als Gestaltungselement in den Filmen des Instituts für Filmgestaltung Ulm / Ulmer Dramaturgien« bilden eine Sammlung von ersten studentischen Übungsfilmen, an denen die »Ulmer Dramaturgie« erprobt wurde sowie der Diplomfilm von Regisseur Peter Schubert.