Prof. Dr. med. Götz Schade

Die phoniatrische Stimmsprechstunde: Diverse Ursachen einer Heiserkeit

Die phoniatrische Stimmsprechstunde: Diverse Ursachen einer Heiserkeit
Foto: Uniklinik Bonn

Samstag, 1. Oktober 2016, 14h00 – 16h00

Die Ursachen einer Heiserkeit können mannigfaltig sein. Doch was genau führt zu einer Heiserkeit? Kann man am Stimmklang bereits schon eine (vorläufige) Diagnose stellen? Welche anatomischen und morphologischen Auffälligkeiten im Bereich des Kehlkopfes sind ursächlich? Zusammen mit den Teilnehmern werden diverse Untersuchungsvideos mit unterschiedlichen Krankheitsbildern angeschaut, analysiert und besprochen. Es werden zudem Videos gezeigt, die Therapieverfahren und deren mögliche Komplikationen veranschaulichen sollen. Ohne die richtige Diagnose ist eine zielführende individuelle Therapie kaum sinnvoll möglich. Doch welche Therapie ist die richtige? Wie geht man zusammen mit dem Patienten diagnostisch und therapeutisch vor?

In diesem Workshop soll ein Einblick in die Arbeit einer Stimmsprechstunde mit den vielfältigen Differentialdiagnosen von Stimmstörungen gegeben werden. Wie kann sich ein organischer Befund unter konservativer Behandlung zurückbilden? Was gibt es für Gründe für ein- oder beidseitige Gewebsveränderungen einer Stimmlippe? Was für Auswirkungen kann eine ein- oder beidseitige Stimmlippenminderbeweglichkeit haben und wie kann man sie therapieren? Wie behandelt man erfolgreich eine psychogen bedingte Stimmstörung und wie erkennt man sie überhaupt?

Unterschiedliche funktionelle und organische Heiserkeitsursachen stehen im Focus dieser Präsentation, die durch zahlreiche videoendoskopisch kontrollierte Kehlkopfuntersuchungen einen interessanten Einblick in die Arbeit des klinisch tätigen Laryngologen im Rahmen der Stimmsprechstunde bieten soll.

Eigene Untersuchungsbefunde können gerne mitgebracht werden und werden dann gemeinsam mit den Teilnehmern analysiert.

Prof. Dr. med. Götz Schade absolvierte nach seinem Medizinstudium und seiner Promotion in Hamburg zunächst bei Prof. Dr. Ulrich Koch seine HNO-Facharztausbildung am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). In dieser Zeit war er zudem auch als ehrenamtlicher Theaterarzt in Hamburg tätig. 1999 begann er seine zweite Facharztausbildung zum Phoniater und Pädaudiologen bei Prof. Dr. Markus Hess wiederum am UKE. Diese schloss er 2002 erfolgreich ab. 2003 erfolgte seine Habilitation. Seit 2005 ist er Universitätsprofessor und Leiter der Abteilung für Phoniatrie und Pädaudiologie der Universitäts-HNO-Klinik Bonn. Er ist wissenschaftlicher Gutachter bei diversen nationalen und internationalen Fachzeitschriften sowie bei der DFG und Mitherausgeber der Zeitschrift »Laryngo-Rhino-Otologie«. Seit 1996 beziehungsweise 1998 führt er zudem die Zusatzbezeichnungen Chirotherapie und Allergologie. Seine Lehrtätigkeit umfasst nicht nur die Ausbildung von Medizinstudenten sondern auch von Studierenden der Musik, der Sonderpädagogik und der Logopädie. Von 2005 bis 2007 war er stellvertretender Bundesvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Schulen für Logopädie. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Fachtagungen organisiert und ausgerichtet und 80 Publikationen in Fachzeitschriften und Buchbeiträgen vorzuweisen sowie weit über 100 Vorträge auf regionalen oder internationalen Fachtagungen gehalten. Seit 2005 hat er an der Universität Bonn verschiedene Fakultätsämter bekleidet, wie etwa eines stellvertretenden Senators oder auch Leiters der Bibliothekskommission. Seit 2015 ist er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie (DGPP).

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