Sabine Gross-Jansen

Klang und Berührung – Neue Wege der manuellen Körpertherapie in der Integral-Funktionalen Stimmtherapie nach Gross-Jansen

Klang und Berührung – Neue Wege der manuellen Körpertherapie in der Integral-Funktionalen Stimmtherapie nach Gross-Jansen
Foto: Karen Köhler

Freitag, 30. September 2016, 9h00 – 11h00

Die Integral-Funktionale Stimmtherapie IFST beruht auf folgenden Prinzipien:
1. Anwendung von manuellen Körpertechniken und gleichzeitige Verknüpfung mit funktionaler Phonationsmethode
2. Nutzung von Klang-Rückkopplung
3. gezielte Handhabung der Stimmregister
4. Sensorik und Beeinflussung des unwillkürlichen Muskelsystems hat Vorrang vor willkürlichen, grobmotorischen Übungen
5. Initiierung von Selbstregulationsprozessen
6. Einbettung in personale/ integrale Prozesse

Mit einer aus der Osteopathie hervorgegangenen konduktiven Körpertherapie wurde eine Methode gefunden, die herausragend für die gleichzeitige Anwendung mit Funktionalen Stimmübungen geeignet ist. Tonus-Reduzierung und Flexibilisierung der Muskulatur wird nicht über peripheres Manipulieren wie zum Beispiel durch Massage, Druck, Dehnung oder Bewegung angestrebt, sondern über einen »Dialog« mit dem Muskel-Hirn-System durch Konduktion und Applizieren von feinen rhythmischen Impulsen.

Durch Konduktion von Gelenken und Gewebe sowie durch gleichzeitige Funktionale Phonation induzierte Selbstregulationsphänomene sind tiefgreifend, nachhaltig entspannend und reduzieren langwieriges Trainieren. Neben den stimm- und sprecherzieherischen Übungsverfahren können ganzheitliche Heilprozesse initiiert und begleitet werden. Das Ertasten und Regulieren von allerfeinsten dysfunktionalen Spannungsketten ist hocheffektiv und macht den Ansatz auch für Hochleistungsstimmen zu einer wertvollen Unterstützung. Es wird das methodische Vorgehen anhand von Fallbeispielen und exemplarischen Griffen vorgestellt und Entspannung durch Selbstkonduktion angeleitet.

Sabine Gross-Jansen machte ihre Logopädie-Ausbildung in Aachen und arbeitete einige Jahre in der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie am Uniklinikum Aachen. Dort studierte sie auch Diplom-Lehr-und Forschungslogopädie und absolvierte eine Ausbildung zur Sängerin und Funktionalen Gesangspädagogin am Lichtenberger Institut für angewandte Stimmphysiologie. Sie war Lehrlogopädin in Bonn, arbeitet als Konzertsängerin und seit 1994 als spezialisierte Stimmtherapeutin in eigener Praxis. Als Dozentin im In- und Ausland an Universitäten, Musikakademien und bei sprachtherapeutischen Bildungsträgern ist sie in der Weiterbildung von Stimmtherapeuten, Chorleitern, Sängern und Berufssprechern tätig. Sie verfügt über Körper-und Psychotherapeutischen Ausbildungen und ist graduierte Sanjo-Therapeutin. Als Lehrtherapeutin der SANJO-Gesellschaft e. V. bietet sie speziell auf Logopäden zugeschnittene Sanjo-Ausbildungen an. Ihre mehrjährige Mitarbeit und Lehrtätigkeit am Lichtenberger Institut bildet die Grundlage für die Entwicklung der Integral-Funktionalen Stimmtherapiemethode. In Erlangen leitet sie das Institut stimmEntwicklung und bildet europaweit Logopäden in Integral-Funktionale Stimmtherapie aus.

www.stimme-entwicklung.de

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