Donnerstag , 09. Februar 2017 | 19h00, Akademie für gesprochenes Wort

»Ich liebe Dich. Vertraut habe ich Dir nie.« – Die Kunst des Vertrauens im Spiegel der Literatur

Prof. Dr. Jürgen Wertheimer, Felix Heller, Dagmar Claus

Ob die Alltagsweisheit eines skeptischen »Trau, schau, wem?« oder die patriotische Losung eines pathetischen »In God we trust«, ob Gottvertrauen, Urvertrauen, Vertrauensvorschuss – das diffuse, aber starke Gefühl des Vertrauens ist der Kitt, der die Welt im Innersten zusammenhält. Umgekehrt ist fehlendes Vertrauen oder glatter Vertrauensbruch wie ein Gift, das organische Zusammenhänge zersetzt und Bindungen auflöst. Liebe, Beruf, Politik, Religion – weltweit beruhen Ordnungen auf Vertrauen und vertrauensbildenden bzw. Vertrauen suggerierenden Beschwörungsversuchen. Dabei stehen permanente Vertrauensbrüche und die Sehnsucht nach der Erneuerung eines vertrauensvollen Miteinanders in merkwürdigem Gegensatz.
Dieses starke Bedürfnis erklärt sich aus der ambivalenten Natur des Vertrauens, das an der Schnittstelle zwischen Werten und Gefühlen situiert ist. Diese Doppelrolle erhöht das Potential und die Wirkmächtigkeit des Phänomens, das gleichzeitig ethischnormative und emotional-individuelle Botschaften sendet und damit die übliche Mauer zwischen Gefühl und Verstand überwindet.
Vertrauen und Misstrauen bringen uns die Sprecher Dagmar Claus und Felix Heller aus den Stimmen der Weltliteratur nahe.

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