WortBegegnungen

(Foto: die arge lola)

Eugen Gomringer und Joachim Kalka, 2015 (Foto: die arge lola)

Unter »WortBegegnungen« versammeln sich Gespräche, die der Stuttgarter Kritiker und Übersetzer Joachim Kalka auf Einladung der Akademie für gesprochenes Wort seit 2007 in dieser Reihe mit je einem renommierten Gast führt. Es sind Gespräche über Dichtung, Sprachkritik, Literatur, Theater und die Sprachen der Wissenschaften. Zu den Gästen zählten bisher Klaus Reichert, Franz Mon, Michael Maar, Martin Mosebach, Felicitas Hoppe, Wilhelm Genazino, Lothar Müller, Heinrich Steinfest, Ulf Stolterfoht, Nike Wagner, Gert Heidenreich und Feridun Zaimoglu u.a.

Rückblick 2017

Gespräch mit Hanns Zischler

Gespräch mit Hanns Zischler

Hanns Zischler (geboren 1947) ist ein erstaunlicher Grenzgänger zwischen Schauspielerei, Schriftstellerei und kunstvoller Recherche auf scheinbar marginalen Gebieten. Seine Bücher – zuletzt unter anderem Berlin ist zu groß für Berlin, Der Schmetterlingskoffer (zusammen mit Hanna Zeckau), Das Mädchen mit den Orangenpapieren und die erweiterte Neuauflage seiner vielbewunderten Studie Kafka geht ins Kino – öffnen dem Leser überraschende Perspektiven auf Unbekanntes wie auf scheinbar Vertrautes.

Mit diesem Autor und Künstler führte Joachim Kalka in seiner Abendgespächsreihe »WortBegegnungen« eine Unterhaltung über Literatur, Film und die aufklärerische Magie des Kleinen und Abseitigen.

Gespräch mit Marcel Beyer

Gespräch mit Marcel Beyer
(Foto: Tobias Bohm)

Marcel Beyer, der 1965 geborene Georg-Büchner-Preisträger des Jahres 2016, hat sich sowohl mit seinen Gedichten wie mit seinen erzählenden Werken als ganz außergewöhnliche Begabung unserer Gegenwart gezeigt; er ist dazu noch ein bedeutender Essayist.

In der Reihe »WortBegegnungen« führte Joachim Kalka ein Gespräch mit dem Schriftsteller, insbesondere über die Vorlieben dieses großen Kenners der Literatur, der schon in den 80er und 90er Jahren in Siegen zusammen mit Karl Riha die Reihe »Vergessene Autoren der Moderne« herausgab: ein Gespräch über die Literatur, die wir für das Lesen und Schreiben brauchen und für das »Handwerk des Lebens«.

Gespräch mit Michael Knoche

Dr. Michael Knoche war von 1991 bis 2016 Direktor einer der berühmtesten und schönsten Bibliotheken Deutschlands, der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar. Selten hat ein Bibliothekar die Gefährdung eines Bücherbestandes so unmittelbar und katastrophal erlebt wie Knoche in der Brandnacht 2004.
Er hat diese Erfahrung in einem vielbeachteten Buch festgehalten: Die Bibliothek brennt (2006). Doch ein noch wichtigeres Thema für das Gespräch, das Joachim Kalka mit ihm führen wird, ist die gegenwärtige Bedeutung der Bibliotheken, insbesondere der Forschungsbibliotheken. Knoche hat immer wieder in wissenschaftlichen Beiträgen und publizistischen Interventionen auf die fortdauernd entscheidende Rolle des Buches bei der sammelnden und bewahrenden Tätigkeit der Bibliotheken im Zeitalter der Digitalisierung hingewiesen.

Rückblick 2016

Gespräch mit Ulrich Keicher

Gespräch mit Ulrich Keicher
(Foto: privat)
Joachim Kalka unterhält sich mit dem Verleger Ulrich Keicher, der seit 1983 ein so originelles wie tiefe, leidenschaftliche Literaturkenntnis verratendes Programm vorgelegt hat. Der in Warmbronn lebende ›homme de lettres‹, der eine entschiedene Bodenständigkeit – um diesen schönen Begriff einmal richtig zu verwenden – mit einer unersättlichen Neugier verbindet, ist zu einer der bedeutendsten Verlegerpersönlichkeiten der Gegenwart geworden, vor allem, was die Lyrik betrifft. Der Romancier Wilhelm Genazino schrieb 2008 über Keicher, bei dem Lektorat, Herstellung und Vertrieb in eins gehen: »Diese Bündelung des Buchwissens sieht man den Büchern denn auch an. Bis heute erinnern Keichers Hefte daran, dass Literatur eine schnell wirkende Belebung ist, so ähnlich wie das plötzliche Öffnen eines Fensters.«

Gespräch mit Ursula Krechel

Gespräch mit Ursula Krechel
(Foto: privat)
Die wache Intelligenz dieser Lyrikerin, Dramatikerin (promoviert mit einer Arbeit über Herbert Ihering), Erzählerin und Kritikerin scheint seit einigen Jahren das ideale Terrain in der Form des weit ausgreifenden zeitgeschichtlichen Romans gefunden zu haben: Berühmt wurde sie mit Shangai fern von wo (2008) und Landgericht (2012), beides Romane, in deren Mittelpunkt die Erfahrung des Exils während des Dritten Reiches und danach steht.
Sie erhielt viele Auszeichnungen, darunter den Joseph-Breitbach-Preis (2009) und den Deutschen Buchpreis (2012).
Das Abendgespräch berührte die Frage nach der Logik derartiger zeithistorischer Romane: nach der Vergegenwärtigung des geschichtlich Nahen und doch Verschollenen.

Gespräch mit Ingo Schulze

Gespräch mit Ingo Schulze
(Foto: privat)
Der 1962 in Dresden geborene Autor gilt spätestens seit »Simple Stories. Ein Roman aus der ostdeutschen Provinz« als einer der wichtigsten unter den Erzählern unserer Gegenwart, die aus der DDR ›hervorgingen‹. Ingo Schulze wurde für seine Bücher mehrfach ausgezeichnet, unter anderem im Jahr
2012 mit dem Literaturpreis des Freien Deutschen Autorenverbands (FDA).
Ein Gespräch mit Joachim Kalka über West und Ost, die Literatur und die Politik – im Sinne des Untertitels eines anderen seiner Bücher (Gegen marktkonforme Demokratie – für demokratiekonforme Märkte) – und die Freuden und Mühen des Schreibens in unserer Zeit.

Gespräch mit John E. Woods

Gespräch mit John E. Woods
(Foto: privat)
John Edwin Woods, ein Übersetzer und bedeutender Vermittler moderner deutscher Literatur in Amerika.
Der 1942 geborene Amerikaner überträgt aus dem Deutschen ins Englische. Er machte dem englischen Lesepublikum die großen Romane Thomas Manns und Werke wie Süskinds Das Parfüm oder Christoph Ransmayrs Die letzte Welt zugänglich und krönte sein Lebenswerk mit Arno Schmidts Bottom’s Dream (Zettels Traum), mit dem er vor fünfunddreißig Jahren seine Schmidt-Übersetzungen begonnen hatte und das 2016 veröffentlicht wird.
Für seine Übersetzungen wurde John E. Woods mehrfach ausgezeichnet.
Das Gespräch mit Joachim Kalka befasste sich mit den Problemen und der Bedeutung der Übersetzung.

Rückblick 2015

Gespräch mit Sylvia Asmus

Gespräch mit Sylvia Asmus
(Foto: Stephan Jockel / DNB)
Die Bibliothekswissenschaftlerin Dr. Sylvia Asmus ist Leiterin des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 an der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt. Im Mittelpunkt des Gesprächs, das thematisch die nächste literarische Exkursion vorbereitete, sanden Fragen nach unserer »Kunst zu erben«.

Gespräch mit Jürgen Becker

Der Büchner-Preisträger Jürgen Becker ist einer der bedeutendsten Dichter der Gegenwart. Die lakonischen Vermessungen oder Beschwörungen, die Becker an seiner Heimatlandschaft, an Geschichte, vergehende Zeit und sich wandelnder Sprache vornimmt, gehören zum Wichtigsten und Schönsten zeitgenössischer deutscher Literatur.

Gespräch mit Eugen Gomringer

Eugen Gomringer gehört zu den wichtigsten Vertretern der »Konkreten Poesie« Im Gegensatz zu einigen durch Komik berühmt gewordenen Gedichten Jandls zielt Gomringers Dichtung eher auf den großen lyrischen Ernst, der in den Techniken der Konkreten Poesie beschlossen liegt, wie sein Meisterwerk zeigt, das stundenbuch von 1965, dessen insistente Permutationen von Wörtern wie »Wort«, »Leib«, »Geist«, »Frage«, »Baum« in Verbindung mit den Adjektiven »mein« / »dein« den Zauber, das Rätsel, das Versprechen von Sprache selbst laut werden lassen, mit den Mitteln einer Magie höchster Nüchternheit. In der Reihe der WortBegegnungen sprach der Gastgeber Joachim Kalka mit dem Poeten und Theoretiker Gomringer über das fortdauernd Erstaunliche an dessen Dichtung.

Rückblick 2014

Gespräch mit Joachim Kersten über Detlev von Liliencron

Gespräch mit Joachim Kersten über Detlev von Liliencron
In der Öde der deutschen Lyrik zwischen dem Spätwerk Mörikes und dem Aufstieg Stefan Georges beleben nur sehr wenige Stimmen von charakteristischer Eigenart die Leere – etwa Morgenstern oder Arno Holz. An einen großen, weitgehend vergessenen Lyriker dieser Epoche, der nur in wenigen Fragmenten im Gedächtnis der Gegenwart überlebt, ist anlässlich seines hundertsiebzigsten Geburtstags in diesem Juni zu erinnern: Detlev von Liliencron (1844–1909), den Verfasser von Gedichten wie Schwalbensiziliane, Märztag oder Auf einem Bahnhofe.

Joachim Kersten (Foto: Christoph Ransmayr)

Gespräch mit Brigitte Kronauer

Gespräch mit Brigitte Kronauer
Joachim Kalka führte ein Gespräch mit der großen Erzählerin und Essayistin Brigitte Kronauer (Büchnerpreisträgerin des Jahres 2005) – über ihre jüngsten Veröffentlichungen und über das, was ihrem ganzen umfangreichen Werk zugrundezuliegen scheint: das Hineinhorchen in das scheinbar Ausgemachte, in das unerschöpfliche »Gewäsch und Gewimmel«, das sich durch souveräne Sprache überraschend offenbart.

Brigitte Kronauer

Gespräch mit Heinrich Detering

Gespräch mit Heinrich Detering
In der Reihe WortBegegnungen führte Joachim Kalka ein Abendgespräch mit Heinrich Detering, dem bedeutenden Germanisten und Nordisten, der auch – was nicht vielen Philologen gegeben ist – als genuiner Lyriker hervorgetreten ist. Der 1959 geborene Detering, der in Göttingen lehrt, ist Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Die Unterhaltung zwischen Detering und Kalka umkreiste die alte und doch dringliche Frage, welche Rolle Dichtung und Sprache im Leben des Einzelnen und im Leben unserer Gesellschaft spielen können, sollen, müssen.

Heinrich Detering (Foto: Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung)