Die Stiftungsgründerin und Direktorin

Akademiedirektorin Prof. Uta Kutter (Foto: palmer projekt)

Uta Kutter, Direktorin der Akademie für gesprochenes Wort, leitete als Professorin für Sprecherziehung und Sprechkunst an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart seit 1969 den Fachbereich Sprechen. Sie baute den breit gefächerten Diplomstudiengang für Sprecher und Sprecherzieher auf und überführte diesen zuletzt in das Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik, welches sie bis März 2008 leitete. Zudem war sie Lehrbeauftragte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und dort am Aufbau des Verbreiterungsfaches Werken/Intermediales Gestalten beteiligt. Seit 2009 gehört sie zur Lehrgangsleitung des Qualifikationsprogramms »Moderation« der Hochschule der Medien in Stuttgart.

Uraufführungen von Kompositionen für Sprache und Musik, Solo-Sprechprogramme und Meisterklassen führten Uta Kutter in viele Länder. Wichtig ist ihr u. a. die Schnittstelle von Sprache und Musik im Lied: in internationalen Kursen – u. a. in Russland und Japan – arbeitete sie mit Sängern aller Genres.

Als Jurorin ist Uta Kutter deutschlandweit in zahlreichen Wettbewerben gefragt, etwa bei der Vergabe des Theaterpreises 2002, beim Landesfinale des Wettbewerbs »Jugend debattiert 2003« oder bei der ZEIT-Debatte 2011, einem der Debattier-Turniere, die DIE ZEIT in Kooperation mit studentischen Debattierclubs regelmäßig veranstaltet. Doch auch bei zahlreichen nationalen und internationalen Rezitationswettbewerben hat Uta Kutter in den Jurien mitgewirkt, hinzu kommen Ehrenämter in vielen Institutionen des öffentlichen und kulturellen Lebens: so langjährig in der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie, im Beirat der Stuttgarter Philharmoniker, ehemalig als Vorsitzende des Kuratoriums der »Stiftung der Württembergischen Hypothekenbank für Wissenschaft und Kunst«.

Langjährige Freundschaften verband sie mit Autorinnen und Autoren, wie Rose Ausländer und Hilde Domin, und verbindet sie bis heute mit zahlreichen Persönlichkeiten aus der Literatur und dem Kulturleben. So vertrauten ihr Hubert Arbogast, langjähriger, viel geachteter Lektor des Klett Verlages, die berühmte Rezitatorin Felicitas Barg und Vilma Mönckeberg-Kollmar, bekannt vor allem durch ihre Interpretationen von Märchen in Büchern und Vorträgen, Bestände aus den Nachlässen an. Schriftsteller wie Karl Schwedhelm, Otto Heuschele, Hans-Egon Holthusen, Hlilde Domin und Peter Härtling zählen wie die Nestorin der deutschen Germanisten Käte Hamburger zu ihren frühen Wegbegleitern und Beratern.

Für ihren Verdienst um das »gesprochene Wort« wurde Uta Kutter 2005 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Ebenso wurde sie neben zahlreichen weiteren Ehrungen und Anerkennungen 1994 mit dem Stiftungspreis der Württembergischen Hypothekenbank für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet.